„Auf der Flucht Richtung Heimat“
by Antonia Sandbank (2006) Gisela-Gymnasium, München / Germany on 2019-07-05



Eine Rezension zum Theaterstück des K25-Theaters.

 „Emanzipation.“ - „ Krieg.“ - „ Homosexualität.“ - „ Hoffnung.“ - „ Hoffnungslosigkeit.“ - „Missbrauch“. - „Zerstörung.“ - „ Liebe.“ - „ Zwang.“ – „ Sorge.“ – „ Tod.“—„ Schmerz.“ – „Verbrechen.“ – „ Überleben.“ – „ Kampf.“ – „ Selbstzweifel.“ – „ Verlust.“ – „ Lüge.“ – „Angst.“ – „Heimat?“

So beginnt das Stück „Flucht & Heimat“ des k25-Oberstufentheaters am Gisela-Gymnasium in München. Es erzählt die Geschichten von drei Flüchtlingen. Die Geschichten beruhen auf wahren Begebenheiten, sind aber teilweise auch ausgedacht. Nach kurzen Vorgeschichten der drei Hauptpersonen wechselt die Szene und man sieht ein Flüchtlingsschiff, das in Richtung Europa unterwegs ist. Die rettende Küste ist schon in Sicht, doch dann zieht ein Sturm auf. Panik bricht auf dem Schiff aus, Menschen rennen umher und klammern sich aneinander. Anfangs waren es neun Personen, doch nur eine Frau überlebt. Erneuter Szenenwechsel, nun sieht man ein Aufnahmebüro, indem über die Flüchtlinge verhandelt wird. Einem Flüchtling wird der Aufenthalt erlaubt, einer wird abgeschoben, der dritte verweilt in Ungewissheit.

Das ist das Ende, es gibt tosenden Applaus. Anschließend wird noch einigen Leuten wie dem Technikteam und Herrn Withut, dem Leiter des Oberstufentheaters, gedankt.

Das Stück entstand während des Projektes „Flucht & Heimat“, das in einer Kooperation des Oberstufenensembles des k25-Theaters am Gisela-Gymnasium, der interkulturellen Jugendzeitung trait d’union und der Schauburg, dem Theater für junges Publikum der Stadt München, stattfand.

Ich fand es toll, dass die Jugendlichen sich dieses Stück zum größten Teil selbst erarbeitet und ausgedacht haben!  Auch die Kostüme waren sehr gut gestaltet und die Schauspieler konnten ihren Text fehlerfrei.  Besonders die Umsetzung der Szenen auf der relativ kleinen Bühne und wie echt die Schauspieler wirkten, hat mir gut gefallen! Außerdem fand ich die Szenenwechsel, bei denen kurz das Licht ausgemacht und leise Musik gespielt wurde, sehr gut. Während des gesamten Stücks konnte man sich gut in die Personen hineinversetzen und wurde  mitgerissen.